Kreative Stromversorgung

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Auch wenn der indische Subkontinent regelmäßig mit Stromausfällen zu kämpfen hat: Die kreativen Verkabelungen der Inder funktionieren – meistens jedenfalls. Wie hier in Delhi 2011.


All pictures by Antje Bakker, Hamburg, Germany: www.antje-bakker.de

Colgata Tramway

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The Calcutta Tramways Company, CTC, is a West Bengal India goverment-run company which runs trams in Kolkata (formerly known as Calcutta) and buses in and around Kolkata. The Kolkata tram is the oldest operating electric tram in Asia, running since 1902. Tramcars evoke poetry which often remains incomprehensible in words. Really indeed, Tram lends Kolkata an old world charm and add to the romantic element to the city. This slow moving ,electrical reptile in narrow and crowded streets completes the ultimate attraction of the city. Having glided down the rails as a historian witness, Tram has itself been turned into an immemorial heritage for which the Kolkatans be proud of. Weiterlesen

Kolkata: „City of Palaces“ – Kolonialbauten und Paläste der Babus. Für Architekturliebhaber eine Reise wert

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Ganz anders als in Indien genießt Kolkata im Westen eher einen schlechten Ruf, der wohl daraus resultiert, dass die weltweit Aufmerksamkeit erfahrende Arbeit Mutter Teresas den Fokus auf die Missstände und die Armut in der Stadt lenkte. Abgesehen davon, dass das Bild eines Armenhauses der Stadt nie gerecht wurde und Kolkata heute wie Mumbai oder Delhi eine moderne indische Metropole ist, beherbergt die Stadt ein einmaliges architektonisches Erbe. Durch seine lange Zeit als Hauptsitz der britischen East India Company und später als Hauptstadt Britisch-Indiens ist Kolkatas Architektur stark von klassizistischen, neugotischen und Neorenaissance-Bauten geprägt. Doch besticht Kolkatas Architektur nicht nur durch seine monumentalen Kolonialgebäude, sondern auch durch die einzigartigen Stadtpaläste der Babus, bengalischer Kaufleute, die durch Handel mit den Briten ein Vermögen machten. Von Mariella Ourghi

Kolkata hat kein gutes Image. Wenngleich sich das Bild auch in den Medien langsam wandelt, so steht Kolkata für viele immer noch für kaum vorstellbare Armut, elendes Leben in Slums, Krankheit, Tod und das Wirken Mutter Teresas für die Ärmsten der Armen. Auch der Roman Stadt der Freude von Dominique Lapierre (1985), der 1992 verfilmt wurde, zeichnet ein von wirtschaftlicher Misere und menschlichem Siechtum geprägtes Bild der Stadt. Und auch Günter Grass betitelte Kolkata in Zunge zeigen (1988) schlicht als „Scheißhaufen Gottes“, obwohl er mehrere Monate in der Stadt gelebt hatte. Zu Unrecht, denn Kolkata kann auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken, ist heute eine moderne indische Metropole, zugleich immer noch das kulturelle Herz Indiens, und gerade an Architektur Interessierte werden bei einem Besuch der Stadt voll auf ihre Kosten kommen. Nicht umsonst trug Kolkata einst den Beinamen „City of Palaces“.

Innenhof an der Chitpur Road (heute Rabindra Sarani)

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Klangwelten in Kalkutta oder: Shrutis in der Stadt der Freude

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Warum denken Westler quadratisch und Inder kreisförmig? Können musikalische Mikrotöne auch den Straßenverkehr infizieren und wenn ja, wieso wird die Kakophonie des kolkatanischen Alltags trotzdem als harmonisch empfunden? Und: Was unterscheidet einen Guru von einem Plagegeist?

Ausschnitt aus „Shrutis in der Stadt der Freude“

Shruti kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „das Gehörte“. Shrutis sind im Hinduismus Offenbarungsschriften, die verbindliche Weisheiten enthalten. Sie heißen „gehörte“ Texte, da sie traditionell mündlich überliefert wurden. Shrutis werden aber auch die 22 Mikrointervalle einer Oktave in der Indischen Musik genannt. Musikalische Mikroorganismen zwischen den Tönen. Weiterlesen

Taxifahrt nur mit Gebet und Segen

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Ein Ambassador-Taxi durch den mörderischen Verkehr von Kalkutta zu lenken, geht nur mit dem Beistand der Götter – fabrikneue Autos müssen daher sofort zum Priester. Eine Jungfernfahrt. Von Klaus Sieg.

Jay Dev Chowdhury sitzt kerzengerade hinter dem großen Lenkrad. Vorsichtig lenkt er den gelben Ambassador durch die enge Gasse hinter dem New Market. Frauen in bunten Saris bahnen sich ihren Weg an Ständen und Händlern vorbei, die schreiend ihre Waren feilbieten. Jay Dev Chowdhury lässt das Gewusel hinter sich, biegt in die breite Nehru Road und fädelt den Wagen in den dichten Verkehr. Erleichtert stößt er den Atem aus.

Gemeinsames Leben, sogar die Hitze in Kalkutta belastet sowohl Fahrer als auch Taxis. (© AFP)

Wohl selten sieht man in Kalkutta einen Taxifahrer so vorsichtig fahren. Weiterlesen

Raju: auch ohne Oscar ein Gewinner

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Groß war die Spannung und Vorfreude bei Max Zähle, als er nach Los Angeles eingeladen wurde: Am Wochenende trat dort sein Film „Raju“ als einer der wenigen deutschen Beiträge bei den 84. Verleihungen der Oscars an. Nominiert war der Kurzfilm des Hamburger Regisseurs in der Kategorie „Live Action Short Film“ (bester nicht animierter Kurzfilm). Die Trophäe blieb zwar aus, aber ein Gewinner ist der Film trotzdem.

„Raju“ erzählt die Geschichte eines deutschen Paares, das nach Kalkutta reist, um ein Kind zu adoptieren. Weiterlesen

Warum nicht mal Bangkok? Thomas Cook Reiseblogger 2011/2012!

Wilde Elefanten im Khao-Yai-Nationalpark

1614 Kilometer südöstlich und zweieinhalb Flugstunden von Kalkutta entfernt liegt Bangkok, die Hauptstadt Thailands. Ähnlich wie Indien ist das thailändische Königreich ein multiethnischer Staat mit vielen verschiedenen Einflüssen und Identitäten; allerdings ist die Religionszugehörigkeit homogener als auf dem indischen Subkontinent: 94 Prozent der Einwohner Thailands bekennen sich zum Buddhismus. Der südostasiatische Staat bietet wie Indien eine Vielfalt kultureller und geschichtlicher Sehenswürdigkeiten und eine einzigartige Natur. Darum die Frage: Warum nicht mal Thailand? Weiterlesen

Schuss ins Blaue? – Kalkuttas neuer Anstrich

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Imagekur oder Schönmalerei? Kalkutta bekommt einen neuen Anstrich! Unter dem Motto „The Sky is the Limit“ werden derzeit Leitplanken, Flyovers, Parkgitter, Straßenlaternen und viele andere Teile der Stadt in Himmelblau gemalt. Selbst Bäume erhalten den blau-weißen Anstrich, die gelben Taxen sollen bald folgen. Damit soll die Stadtführung von der kommunistischen Ära in Rot , die nach 34 Jahren zuende gegangen war, abgegrenzt werden und ein Zeichen für den Neubeginn gesetzt werden. Neben Sauberkeitsoffensiven und Maßnahmen der Vergrünerung der Stadt ist das kollektive Malen zudem ein erster Schritt von Mamata Banerjee’s Plan, Kalkutta in das „indische London“ zu verwandeln.

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„Wer über Städte schreibt, sollte endlich aufhören, nach dem Besonderen zu suchen“

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Elisa T. Bertuzzo setzt sich seit vielen Jahren mit Indien und Bangladesch auseinander. Mehrere Male bereiste die Bengali-sprechende Sozialwissenschaftlerin der Humboldt Universität Berlin Bangladesch, Westbengalen, Dhaka und dessen „Schwesterstadt“ Kalkutta. Ein Gespräch über die Stadtentwicklung Kalkuttas, tradierte Gesellschaftsstrukturen, Verkehr, Umwelt, unfaire Ressourcenverteilung, das Wegdrängen von Wohnproblemem und die Taktiken des alltäglichen Überlebens.

Dr. Elisa T. Bertuzzo (in Dhaka; Foto: Günter Nest)

Elisa, Du beschäftigst Dich seit langer Zeit wissenschaftlich und journalistisch mit Bangladesch, Bengalen und Kalkutta. Wann warst Du das erste, wann das letzte Mal in Kalkutta?

Ich kam zum ersten Mal 2006 per Zug aus Delhi an, es war September, warm und schwül. Mir fielen die vielen Werbungsschilder in englischer Schrift auf, sie wurden mir damals zum Sinnbild für den Unterschied zwischen Kalkutta und Dhaka, gar, Indien und Bangladesch. Weiterlesen