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Einst die strahlende Hauptstadt Britisch Indiens, sah sich Kalkutta nach Meinung Vieler lange Zeit dem infrastrukturellem Kollaps, dem Niedergang, ja dem Verfall ausgesetzt. Bittere Armut prägten die Stadt, Luftverschmutzung und Überbevölkerung machten der 15-Millionen-Metropole zu schaffen. Auch heute noch.

Kalkuttas Ruf in der Welt ist schlecht. Der schockierte Günther Grass bezeichnete die Stadt als „Scheißhaufen Gottes“. Existenzielle Nöte, die Konfrontation mit dem Tod – vielleicht ein Grund für Kalkuttas Stellung als Kulturhauptstadt Indiens? Denn: Hinter all den Problemen entstehen kulturelle und intellektuelle Strömungen. Die Kunst setzt sich mit den Problemen auseinander, Politik und Wirtschaft wollen den Neuanfang.

Wohin steuert Kalkutta? Was denken Jugendliche? Wer ist stolz auf die Stadt, wer verabscheut sie? Einschätzungen von Kennern, Könnern und Kulturschaffendenn sollen in diesem Blog ein Meinungs-Mosaik im Kontext von Keim und Kontrast bilden.

Denn vor Nobel-Hotels verkommen Menschen; Hunger, Dürre, Mangel und Kloake prägen das Straßenbild. Vor Shopping-Malls schlafen Kinder im Dreck. Ausgemergelte Rikscha-Zieher chauffieren die neuen Reichen zu den Edel-Restaurants.

Kalkutta – Kunst, Kultur und Abgase. Dieses Blog beschreibt Probleme, erstellt Potraits und zeigt Potentiale.

Von Verfall und Zuversicht, Dreck und Geist, Lärm, Gestank und Lebenswille.

Facing Kalkutta – im Angesicht von Schmutz und Elend, Liebe und Lebenswille.

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